Unsere Lina (Angelina)
haben wir, wie schon beschrieben aus dem A-Wurf aus der Zuchtstätte von den Würmtalauen bei München bekommen. Sie ist dort von der Rauhaar-Mutter Bonna vom Bonner Bogen am 10. August 2021 geboren, zusammen mit sieben Geschwistern, insg. drei Hündinnen und fünf Rüden, die alle in ganz Deutschland verteilt bei ihren neuen Familien leben. Eine Tochter, die Annabelle, lebt jetzt auch in der Zuchtstätte von den Würmtalauen. Mehr darüber ist auf der Webseite von dieser Zuchtstätte zu erfahren.
Linas Vater ist Asti aus dem Craichgau, ein wunderschöner stolzer braunweißer Glatthaar-Rüde. Da Rauhaar dominant ist in der Vererbung, haben wir eine sehr wuschelige Rauhaar Hündin mit halblangem dichten Fell bekommen. Das Fell hat sich natürlich erst herausgewachsen, als die Lina schon bei uns gewohnt hat. So ist immer ein Überraschungseffekt dabei.
Während ihre Mutter eine ruhige, friedliche, liebenswerte und zu ihren Welpen umsichtige Hündin ist, ist unsere Lina ein sehr lebendiges schalkhaftes, zuweilen ulkiges „Persönchen“ .Sie spielt gern „wilder Hund“ mit großem Geknurre, balgt sich gern mit uns, – wird niemals zu sehr dabei zubeißen, nein, auf ausgemachtes Kommando hält sie inne. Sie ist sehr agil und braucht täglichen Auslauf im Freilauf ohne Leine. Gut, dass das in unserer Gegend möglich ist. Meist trabt oder rennt sie voller Lust durch die Gegend und kommt auf Pfiff sofort zurück. Mäuse erschnüffeln und intensiv nach ihnen zu graben liebt sie, nebenbei ist das ein sehr gutes Muskeltraining. Hundebegegnungen sind sehr unterschiedlich. Sie hat da ihre Vorlieben und Feindbilder. Man kennt sich! Beim Kromi Spaziergang finden sich bald immer alle Kromis in die Gruppe ein und kommen auch ohne Leine miteinander aus.
Lina ist keine Schlingerin und wägt bedächtig ab, ob sie sich dem Fressnapf widmen soll. Das war schon so, als sie noch mit dem Wurf gelebt hat. Sie hat Zeiten besonders im Sommer, in denen sie wenig fressen möchte – ein versteckter Appetizer wirkt als Starter – und dann wieder wird der Napf in kurzer Zeit 3 x geleert. Wir haben nach einiger Suche passendes hochwertiges Futter gefunden, das sie gern frisst.
Wir haben eine recht gelehrige Hündin in unser Haus aufgenommen. Sie kennt viele Begriffe, bringt oder sucht Gegenstände und entnimmt Gesprächen untrüglich für sie wichtige Elemente auch, wenn sie eingebettet in größeren Texten sind. So ergeben sich nicht nur Kommandos, sondern mit Kurzsätzen „unterhalten“ wir uns und sie versteht.
„Du bleibst beim Peter“ —-jetzt gehen wir spazieren — komm mit – bleib unten – bleib weg — wir fahren mit dem Auto —-ich komm gleich….bleib hier….jetzt gibts nix mehr…
Mit einigen Erklärungen kann sie sich beruhigen, „weiß Bescheid“ und verhält sich entsprechend entspannt. Wenn sie etwas möchte, wird die Pfote auf den Schoß gelegt, oder sie schaut einen intensiv an – dann kann man kaum widerstehen. Nie ist sie aufdringlich oder lästig, obwohl sie immer um uns und bei uns ist.
Im Restaurant verhält sie sich ruhig und beobachtet alle Vorkommnisse. Während der Autofahrten steht sie meist beobachtend hinten angeschnallt, braucht sehr lang, bis sie sich niederlegt. Es ist alles zu interessant – was auch immer.
Anekdote
Linas Züchterin und Wegbegleiterin der ersten Wochen erinnert sich und kleidet die Anekdote in eine Geschichte:
Hier eine kleine Geschichte zu dem kleinen Welpenmädchen Lina.
Lina lag in der warmen Box eingekuschelt zwischen den Geschwistern und hörte dem gleichmäßigen Atem ihrer Mama Bonna zu. Draußen war es still, der Atem von Mama verriet, dass sie tief schlief. Lina war es aber furchtbar langweilig.
Doch das kleine Mädchen konnte nicht schlafen, ihr kleines Herz schlug voller Energie, ihre Augen funkelten voller Neugier. Während ihre Geschwister noch eng einander gekuschelt schlummerten, hockte das kleine Mädchen auf ihren wackligen Beinchen. Ihre Augen funkelten, diese schwarz gepolsterte Boxentür , das war kein Gefängnis sondern eine aufregende Einladung.
Mit entschlossener Pfote setzte sie an. Erst ein Sprung, dann oben festhalten und das pralle Bäuchlein hochziehen. Ihre winzigen Krallen hielten sich an der Oberkante der Boxentür fest , ihr Bäuchlein drückte gegen die Tür und sie plumpste immer wieder herunter. Doch ihr starker Wille und ihre Neugier ließen sie nicht mehr los. Noch einmal, noch höher, noch fester. Und plötzlich stand sie oben. Nicht stand sie schwankend an der Oberkante der Tür , das Schwänzchen wackelte vor Aufregung. Dann plumps – plötzlich fiel sie kopfüber draußen, frei und voller Stolz. Das Wohnzimmer lag vor ihr, riesig und geheimnisvoll. Der Teppich roch anders, die Möbel ragten wie Berge auf über den Boden , ihr kleiner Körper vibrierte voller Abenteuerlust. Die Tür war für Lina überwunden und mit ihr die Grenze zwischen Nest und Welt. Irgendwo klirrte ein leises Geräusch das sie sofort in die Richtung lockte. Ihre Pfoten tapsten energisch über den Boden , ihr kleiner Körper vibrierte voller Abenteuerlust. Die Tür war für Lina überwunden und mit ihr die Grenze zwischen Nest und Welt.
Kaum war das Hindernis überwunden entdeckte sie ein dunkles, aufregendes Versteck unter einem Schrank.Staubkörnchen kitzelten ihr Näschen , aber das störte sie nicht hier unten war es geheimnisvoll und aufregend. In diesem Moment öffnete sich die Tür und Frauchen kam herein, wie sie es oft tat, um nach den Welpen zu sehen. Sie kniete sich zu der Welpenbox nieder, lächelte bei dem Anblick der schlafenden kleinen Fellknäuel und began leise zu zählen. Eins, zwei, drei…… sechs, sieben….sie runzelte die Stirn. Noch einmal, diesmal langsamer, eins, zwei, drei ……sechs, sieben… Dianas Herz machte einen Sprung. Wo war der achte Welpe? Panisch überprüfte sie die Box , die Tür war doch zu. Wie konnte das sein? Alle lagen friedlich da doch eines fehlte. Sie sah sich um, suchte mit den Augen das Zimmer ab. Nichts außer Stille .Unter dem Schrank aber hielten zwei kleine neugierige Augen den Atem an. Lina das Welpenmädchen verhielt sich mucksmäuschenstill , so stolz auf ihr Abenteuer und doch unentdeckt. Frauchen suchte fieberhaft das Wohnzimmer ab. Hinter dem Sofa? Nichts. Unter dem Tisch? Leer. Zwischen den Kissen? Krümmel. Dianas Herz klopfte schnell , je länger sie suchte. Wie konnte so ein winziger Welpe einfach so verschwinden? Sie kniete wieder vor die Box und blickte auf die kleinen 7 schlummernden friedlich atmenden Fellnäschen. Aber da fehlte eindeutig ein Mädchen mit dem Schmetterling an der Rute. Vorsichtig legte sie die Hand auf die Schulter der schlafenden Hundemama Bonna. „ Bonna, wach auf“, flüsterte sie fast bittend. Bonna öffnete müde ihre Augen, gähnte und streckte sich etwas und hob fragend den Kopf. Ein kurzer Blick auf ihre Babies und dann ein kurzer Laut. Bonna zählte schneller als Frauchen und wusste sofort, dass ein Welpe fehlte.Mit einem entschlossenen Schnauben sprang sie auf, ihre Nase hoch in der Luft . Dann begann sie zielstrebig zu schnüffeln. Ihr Fell stellte sich leicht auf, ihre Rute zuckte. Frauchen wich zur Seite, ließ die Mama machen , denn sie wusste: Wen jemand ihr kleines Ausreißermädchen finden konnte dann ihre eigene Hundemama.
Unter dem Schrank, tief im Schatten, hockte das Welpenmädchen Lina und versuchte ganz still zu bleiben. Doch die Nase der Mama war unerbittlich…..Die Hundemama hatte die Spur längst aufgenommen , mit tiefer Nase schnüffelte sie den Teppich entlang bis sie vor dem Schrank stehenblieb. Ein kurzer, bestimmter Blick zu Frauchen , dann legte sie sich auf den Boden, streckte ihre Pfoten aus und schob ihre Schnauze in den dunklen Spalt.
Ein leises Quietschen verriet das kleine Ausreißerchen. Doch bevor es sich weiter zurück ziehen konnte packte es Bonna sanft aber bestimmt am Nackenfell und zog es mühelos hervor. Lina ließ sich etwas strampelnd ziehen, doch die sichere, warme und unerbittliche Schnauze der Mutter ließ keine Zweifel : Das Abenteuer war vorbei.
Mit strengem Knurren und tiefen Brummen legte ihre Mama das kleine Linamädchen zurück in ihre Welpenbox. Dann beugte sie sich über sie , tippte mit der Schnauze gegen den kleinen Bauch und stieß ein leises Knurren aus. Lina duckte sich, legte ihre kleine Öhrchen an . Sie verstand noch nicht alles jedoch war Bonnas Botschaft ganz klar: So nicht, Kleine.Frauchen atmete erleichtert auf während Bonna sich wieder niederließ , die Pfoten schützend um die ganze Rasselbande gelegt. Lina lag wieder zwischen den Geschwistern , ein wenig beschämt, aber auch mit einem leisen Funkeln im Blick. Denn tief in ihrem Herzen wusste sie: Das war erst das erste Abenteuer von vielen. 💝
verfasst von Diana Dr. Bruer
Züchterin mit ihrer Zuchtstätte von den Würmtalauen.
Herzlichen Dank für diese Bereicherung für Linas Homepage.